Bestattungsformen

Die Waldbestattung

Auch die Waldbestattung ist eine der Möglichkeiten, einen Verstorbenen nach der Einäscherung beizusetzen. Sie wird in speziellen eingefriedeten Waldstücken durchgeführt. Anders als städtische Friedhöfe sind diese in privater Hand und die bekanntesten Betreiber sind der RuheForst® und der FriedWald®. Der Verstorbene findet bei dieser Art der Bestattung die letzte Ruhe in der natürlichen Umgebung des Waldes. Die Urne, die aus ökologisch abbaubarem Material besteht, wird im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Der Baum kann bereits zu Lebzeiten ausgesucht werden, aber auch von den Angehörigen des Verstorbenen. Man kann sowohl einzelne oder mehrere Stellen an einem Gemeinschaftsbaum erwerben oder einen ganzen Baum für sich und seine Familie reservieren. Das Waldstück ist in der Regel für 99 Jahre eingefriedet, was auch die Laufzeiten der Gräber betrifft. Je nachdem, wie lange es einen solchen Wald schon gibt, verkürzt sich die Dauer entsprechend. Verglichen mit den üblichen 25 Jahren auf einem Friedhof bietet der Wald jedoch die längere Laufzeit.

Auch ist die Bestattung im Wald keineswegs anonym. Auf Wunsch wird eine Gedenktafel am Baum angebracht, die die Namen aller dort beigesetzten Verstorbenen trägt. Diese individuelle Art der Bestattung befreit die Angehörigen zudem von der Aufgabe der Grabpflege, da diese von der Natur übernommen wird. Lediglich die Dekoration der Grabstelle wird nicht gern gesehen, da sie ganz natürlich sein soll. Das Niederlegen von einzelnen Blumen ist jederzeit gestattet.

RuheForst Baum

Eine Andachtsstelle im Wald bietet die Möglichkeit, kurze Trauerfeiern in der Natur durchzuführen. Hier sei jedoch gesagt, dass man sich in der freien Natur befindet und es je nach Wetterlage sehr warm, kalt oder regnerisch sein kann. Stellt man sich darauf ein, ist es unvergleichlich schön.